Neue Studie der Uniklinik Würzburg
Viele Menschen mit M. Fabry kennen die typischen brennenden, anfallsartigen Schmerzen an Händen und Füßen. Sie entstehen unter anderem durch eine Beteiligung des peripheren Nervensystems. Bei etwa 70 % der Männer und 40 % der Frauen mit M. Fabry treten solche Schmerzen auf.
Prof. Dr. med. Claudia Sommer von der Neurologische Klinik und Poliklinik an der Uniklinik Würzburg hat nun eine Studie gestartet, die die zugrunde liegenden Mechanismen dieser Schmerzen untersucht. Außerdem möchte man besser verstehen, welche Rolle die kleinen Nervenfasern der Haut dabei spielen.
Verglichen werden dabei zwei Therapieansätze: Capsaicin-Pflastern (Qutenza®) und das Nahrungsergänzungsmittel Palmitoylethanolamid (PEA), 350 mg täglich.
Im Rahmen der Studie werden unter anderem
- Schmerzverläufe und Schmerzempfinden erfasst
- Fragebögen zu den Schmerzen eingesetzt
- Blutproben auf entzündungsrelevante Stoffe untersucht
- elektrophysiologische Untersuchungen und eine quantitative sensorische Testung (QST) ausgewertet
Bei der Capsaicin-Gruppe wird zusätzlich nach drei Monaten eine 2 mm kleine Hautbiopsie am seitlichen Unterschenkel entnommen. Die Untersuchung erfolgt unter örtlicher Betäubung. Bei Personen, die sogenannte Blutverdünner (Antikoagulantien) nehmen, die in ihrer Vorgeschichte Wundheilungsstörungen hatten, am Unterschenkel Wasseransammlungen (Ödeme) oder offene Hautstellen (Ulzera) haben, wird keine Hautbiopsie durchgeführt.
Die Teilnahme bringt keinen unmittelbaren persönlichen Nutzen. Mit der Teilnahme können Patientinnen und Patienten jedoch dazu beitragen, die Mechanismen von Fabry-bedingten Schmerzen besser zu verstehen und langfristig möglicherweise bessere Behandlungsmöglichkeiten zu entwickeln.
Die Teilnahme ist natürlich freiwillig und kann jederzeit ohne Angabe von Gründen widerrufen werden.
An einer Teilnahme interessiert? Dann wendet euch direkt an Prof. Dr. med. Claudia Sommer von der Neurologische Klinik und Poliklinik an der Uniklinik Würzburg, telefonisch unter 0931 201-23663 oder per Email an sommer@uni-wuerzburg.de .
